05.04.2023 |
Sie sind nicht heimisch, extrem konkurrenzstark und anspruchslos: Wenn sich invasive Neophyten im Garten ausbreiten, können Sie rasch zum Problem werden. Dass die schnell wachsenden Pflanzen heimische Arten verdrängen, geht auf Kosten der Artenvielfalt unserer Tier- und Pflanzenwelt. Wir zeigen Ihnen sechs Neophyten, die sich in den letzten Jahrzehnten in Österreich ausgebreitet haben; und Alternativen für eine naturbewusste Gartengestaltung.
Herkunft: China, Vietnam
Wissenswertes: Der Götterbaum (Stinkesche) gilt als schnellwüchsigster Baum Europas (bis zu drei Meter/Jahr). Er kann 30 Meter hoch werden. Die Blätter sind auffallend groß und gefiedert. Im Juli zieren gelb-grüne, rispenförmige Blüten den Baum, ab August leuchtend rote Fruchtstände. Gegenüber Schadstoffen, Trockenheit oder Streusalz ist er unempfindlich und kann auch aus kleinen Ritzen in Gehsteigen und Mauern problemlos wachsen.
Gefahren:
Bekämpfung: Ringeln
Harmlose Alternativen:
Herkunft: Süd- und Südostasien
Wissenswertes: Die Indische Scheinerdbeere sieht der Walderdbeere zum Verwechseln ähnlich. Allerdings blüht sie gelb statt weiß; und ihre Früchte stehen aufrecht, sind innen weiß und schmecken nach nichts. Im Siedlungsbereich ist sie als Bodendecker beliebt. Allerdings verbreitet sich die starkwüchsige Pflanze häufig in benachbarten Wäldern und wird dort zur Gefahr für die Walderdbeere und andere Kräuter.
Gefahren:
Bekämpfung: Ausgraben / Ausstechen
Harmlose Alternativen:
Herkunft: China, Korea, Japan
Wissenswertes: Der Staudenknöterich ist eine wuchernde Hochstaude, die pro Tag bis zu 30 Zentimeter wächst und knapp vier Meter hoch wird. Unterirdisch bildet er ein dichtes, zwei bis drei Meter tiefes Wurzelnetz. Von Ende Juli bis September trägt die sommergrüne Pflanze kleine, weiße, rispenförmige Blüten. Die Blätter sind herzförmig zugespitzt und tragen an der Unterseite kurze, weiß-graue Härchen.
Gefahren:
Bekämpfung: Häufiges Mähen, Ausgraben, Kokurrenzpflanzen
Harmlose Alternativen:
Herkunft: Nordamerika
Wissenswertes: Die Goldrute ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu zweieinhalb Meter. Durch unterirdische Ausläufer bildet die zwischen Juli und Oktober gelb blühende Pflanze sehr schnell Dominanzbestände mit bis zu 300 Sprossen pro Quadratmeter. Sie ist anspruchslos und besiedelt trockene und feuchte Böden in bis zu 1.600 Meter Höhe.
Gefahren:
Bekämpfung: Vor Blühbeginn ausreißen, mähen, mulchen
Harmlose Alternativen:
Herkunft: Kaukasus
Wissenswertes: Der Riesenbärenklau wird bis zu vier Meter hoch und trägt tief eingeschnittene Blätter. Die imposanten, schirmförmigen Blüten blühen von Juni bis September weiß; die Stängel sind hohl und rot gesprenkelt. Jede Pflanze bildet bis zu 50.000 Samen aus, die bis zu zehn Jahre lang keimfähig bleiben.
Gefahren:
Bekämpfung: Vor der Blüte: Mähen, Ausgraben / Zerstören der Wurzel. Entfernte Pflanzenteile ohne Bodenkontakt vertrocknen lassen.
Harmlose Alternativen:
Herkunft: Nordamerika
Wissenswertes: Auch Akazie genannt, ist der bis zu 30 Meter hohe Baum bekannt für seine weißen, süß duftenden Blüten, die im Mai und Juni traubenförmig an jungen Trieben hängen und bei Imkern beliebt sind (Akazienhonig). Die Krone der Robinie ist schirmförmig, die Blätter sind gefiedert. Der Baum ist resistent gegen Frost, Hitze, Dürre und Salz; das Holz ist besonders witterungsbeständig.
Gefahren:
Bekämpfung: Ringeln
Harmlose Alternativen: