Herbstliche Kräuterwerkstatt: Ernten, Konservieren, Verarbeiten

24.10.2024 |

Der Herbst hält Einzug und die Nächte werden langsam kühler. Viele aromatische Kräuter, wie Rosmarin, Thymian, Minze und Salbei, sind den Sommer über prächtig gewachsen – nun ist es an der Zeit, sie sorgfältig zu ernten und für die kalte Jahreszeit zu konservieren. Mit den richtigen Methoden können Sie die Aromen und wertvollen Inhaltsstoffe der Kräuter bewahren und auch in den nächsten Monaten davon profitieren – etwa in der Küche oder im wohltuenden Tee.

Erntezeit für viele Kräuter

Der Herbst ist die optimale Zeit, eine Vielzahl an Kräutern zu ernten, bevor die ersten frostigen Nächte einsetzen. Rosmarin und Thymian sind relativ frosthart, und können bis in den späten Herbst geerntet werden. Es empfiehlt sich, sparsam zu schneiden, um die Pflanzen zu schonen. Manche Salbeiarten und Minze hingegen sind empfindlicher und sollten vor dem Frost vollständig geerntet werden – ansonsten laufen sie Gefahr, Aroma zu verlieren. Junge Minztriebe haben einen besonders frischen Geschmack, beim Salbei sind sowohl junge, als auch ältere Blätter gut verwendbar. Auch Oregano, Majoran oder Petersilie können nun geerntet werden. Was sie alle gemeinsam haben: Mit ein paar wenigen Handgriffen können sie ganz einfach haltbar gemacht werden und uns den ganzen Herbst und Winter über mit frischen Aromen Freude bereiten.

Frisch verarbeiten und haltbar machen: Öle und Salze

Nach der Ernte gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Kräuter direkt frisch zu verarbeiten und so ihr volles Aroma zu bewahren: Etwa die Herstellung von Kräuterölen oder -essigen. Rosmarin, Thymian und Salbei eignen sich besonders gut dazu. Legen Sie frisch geerntete Zweige dieser Kräuter in ein steriles, verschließbares Glas und übergießen Sie es mit hochwertigem Olivenöl oder Apfelessig. Nun benötigen die Kräuter etwas Zeit, um ihre ätherischen Öle und Aromen abzugeben: Lassen Sie die Gläser daher mindestens zwei Wochen an einem dunklen Ort durchziehen.

Eine weitere Möglichkeit, frische Kräuter haltbar zu machen, ist die Herstellung von Kräutersalzen. Auch dazu eignen sich Rosmarin, Thymian und Salbei hervorragend. Die frisch gehackten Kräuter werden einfach mit grobem Meersalz vermischt – das Kräutersalz muss dann einige Tage an einem kühlen, trockenen Ort durchziehen, bevor es in luftdichte Gläser gefüllt wird. Dann ist es einsatzbereit: Etwa zum Verfeinern von Ofengemüse oder frisch gebackenem Brot.

Trocknen und konservieren: So bleibt das Aroma

Eine der bewährtesten Methoden, Kräuter für den Winter zu konservieren, ist das Trocknen: Denn Thymian, Minze und Co behalten ihre Aromen auch getrocknet gut. Binden Sie die Zweige zu kleinen Bündeln zusammen und hängen Sie sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf – etwa einem trockenen Dachboden oder einer überdachten Veranda. Wenn die Kräuter nach zwei bis drei Wochen vollständig getrocknet sind, können sie in luftdichte Behälter umgefüllt werden.

Auch das Einfrieren ist eine gute Möglichkeit, Kräuter zu haltbar zu machen: Dazu einfach die Blätter zerkleinern und – zusammen mit Wasser oder Öl – in Eiswürfelbehälter füllen. So haben Sie jederzeit frische Minze für Tee oder als Saucen-Zutat zur Hand. Auch ganze Rosmarin- oder Thymianzweige können in Gefrierbeuteln im Tiefkühler aufbewahrt und bei Bedarf im Ganzen oder gehackt verwendet werden.

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Titelbild: RitaE/pixabay.com

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