23.08.2022 |
Die suptropische Physalis, auch Anden- oder Kapstachelbeere genannt, gedeiht auch in heimischen Kleingärten. In diesem Beitrag finden Sie nicht nur einige Tipps zu Anbau und Ernte, sondern auch eine süße Snack-Idee.
Wer in unseren Breitengraden Physalis setzen möchte, sollte das schon früh im Jahr machen – denn der subtropische Strauch lässt sich im mitteleuropäischen Klima ungefähr vier Monate lang Zeit, bis er die ersten Früchte trägt; bis sie reif werden, vergeht wieder einige Zeit. Werden die Beeren zeitig im Frühjahr gepflanzt, können sie im Spätsommer geerntet werden.
Dazu gibt es mehrere Optionen: Physalis-Samen zu kaufen, ist relativ teurer. Etwas aufwändiger, aber auch günstiger ist es, die Beeren im Supermarkt zu kaufen und die Samen daraus gut zu trocknen. Die trockenen Samen können Sie in einen kleinen Topf pflanzen. Stellen Sie ihn auf’s Fensterbrett und warten Sie, bis die Keimlinge einige Blätter haben. Dann übersiedelt jeder Keimling in einen eigenen Topf, muss regelmäßig gegossen werden und kann – wenn kein Frost mehr zu erwarten ist – ins Freie übersiedelt werden.
Eine schnellere Variante ist es, beim Pflanzenhändler des Vertrauens kleine Physalis-Pflänzchen zu kaufen und an einem sonnigen, windstillen Ort einzusetzen.
Die Physalis ist recht anspruchslos, was Böden anbelangt. Etwas reichhaltige Komposterde hilft ihr beim Gedeihen; bei Trockenheit braucht sie Wasser; und Staunässe sollte vermieden werden. Wer mehrere Pflanzen nebeneinander einsetzt, lässt zwischen ihnen am besten rund einen Meter Platz lassen – die Sträucher werden recht üppig und bis zu zwei Meter hoch.
Sind die Beeren reif, färben sich die Blätter, die sich schützend um die Frucht legen, braun – und fühlen sich ein bisschen an wie bröselndes Papier. Die reife Beere ist nicht mehr grün oder gelb, sondern von einem satten Orange. Nun hat sie auch ihren typisch süß-säuerlichen Geschmack, der ein bisschen an tropische Früchte wie Ananas oder Maracuja erinnert, und enthält jede Menge Vitamin A und C, Eisen und Phosphor.
Eine Schicht Schokolade verwandelt die Beeren flugs in kleine Pralinen – und harmoniert wunderbar mit dem säuerlichen Geschmack.
Zutaten:
Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und etwas geschmolzene Butter unterrühren. Die Blätter der Andenbeeren öffnen und Richtung Stiel nach oben biegen. Die Früchte dann in die Schokolade tunken. Wer möchte, kann die die mit Schokolade überzogenen Früchte noch mit Streuseln dekorieren.